Adventzeilen mit der Tafelpost "Schokoladenruhe"
Liebe Freund:innen der guten Schokolade, am ersten Adventsonntag darf ich die neue Tafelpost “Schokoladenruhe” ankündigen und einige Gedanken für den Geschenke-Kauf mitgeben.
Die Schokolade mag in der Tafelpost als Vorbild für die Feiertage dienen. Denn die enthaltenen Schokoladentafeln haben sich ausgeruht, und zwar in unterschiedlichen Umgebungen: in Eichenfässern, in Bienenstöcken, in der Kammer der Schokoladenmanufaktur. Das Leitwort Ruhe dient als Ausgangspunkt für eine Erklärung über den Reifungsprozess in der Schokoladenfertigung, der in unterschiedlichen Phasen Bedeutung hat und bewusst eingesetzt werden kann, um aufregende Aromenkompontenten einzubinden. Diese Ruhe der Schokolade ist in der Begleitlektüre auch ein Denkanstoß für das Innehalten.
Was ist drinnen? Vier ausgewählte Single-Origin Tafeln, eine Lektüre zum Thema, Hersteller:innen und Ursprüngen, sowie die Gebrauchsanweisung für einen freudvollen Umgang mit Schokolade fürs Verkosten und Genießen zuhause.
Vorbestellungen gerne im Onlineshop sowie unter hello@tafelkuratorin.net
Versand am 15. Dezember, rechtzeitig vor dem Fest 🎁
Die Tafelpost ist übrigens nicht aufbauend, daher kann jederzeit eine Einzelausgabe oder quereingestiegen werden.
Im Dauersortiment gibt es auch viel zu entdecken für die Weihnachtseinkäufe und Überwinterungsvorräte.
Neu eingetroffen sind zwei Tafeln von Beaningful, die spannende Marou Lam Dong kann nicht genug empfohlen werden. Besonders passend zu dieser Jahreszeit ist die Safran-Tafel von Standout. Und auch die La Dalia-Schokolade von Chococard sei noch einmal sehr ans Herz gelegt.
Von Heinde & Verre ist die berühmte Speculaas am Weg, die sollte im Laufe der nächsten Woche eintreffen (bei Interesse gerne schon Bescheid geben).
(Dauerabonennent:innen können gerne Bescheid geben, wenn sie etwas davon zur nächsten Auslieferung dazu gepackt haben möchten)
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Die kommenden Tafelrunden:
In sieben Tafeln um die Welt — 14.12.2025 um 14:00 Uhr (Wien)
Käse trifft Schokolade — 23.01.2026 um 17:00 Uhr (Wien)
Die weibliche Schöpfung — 05.02.2026 um 18:00 Uhr (Wien) (nur noch 2 Plätze frei)
Für die Anmeldung einfach an hello@tafelkuratorin.net schreiben
(Wer eine eigene Tafelrunde ausrichten möchte — im Freund:innenkreis oder im Unternehmensteam — kann sich herzlich gerne bei mir melden und wir vereinbaren gemeinsam Thema und Termin.)
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Wie jedes Jahr an dieser Stelle erlaube ich mir den eindringlichen Appell anzustellen, sich als fleißige Wichtel an die kleinen Geschäfte und freundlichen Einzelhändler:innen zu wenden. Dort trifft man nämlich auf begeisterte Menschen, die einen sorgfältig beraten und die ihre berufliche Existenz auf ihrer Leidenschaft aufgebaut haben. Bitte geht zur Buchhandlung, die nicht mit T anfängt, kauft Delikatessen nicht im Supermarkt, schaut euch auf Märkten oder Concept Stores nach Gaben um, denkt an die Abonnements von Magazinen und Zeitschriften, schenkt einen Gutschein für einen Dinnerabend im zeitgeistigen Lokal und setzt die kritische Brille Konsument:innenbrille auf.
Für bessere Schokoladengeschenke habe ich letztes Jahr ein Beitrag verfasst, den ich hier nochmal teile.
Und sonst?
… waren die letzten Wochen knackevoll und ich hab so das Gefühl, dass mir die Zeit abhanden kommt — ist das nur bei mir so? Jammern hilft aber eh nichts und es waren ja viele schöne Sachen dabei.
🇬🇧 Ach. Ich war in London. In der Vorweihnachtszeit. Eigentlich könnte ich es hierbei belassen, oder? Aber natürlich hab ich Mitteilungsbedürfnis über die vier schönen Tage, die ich in meiner Studien-Heimat verbracht hab. Meine Affinität für prachtvolle, kitschige Weihnachtsbeleuchtung ist mir recht unangehm, dieses Laster gestehe ich. Ich hab ganz viel Gebäck geschlemmt in den hippen Bäckereien und hervorgehoben sei der Honey & smoked salt bun von Pophams 🤌 Ins Bubala hat es mich wie auch letztes Jahr wieder getrieben und wenngleich es ein ganz wunderbarer Solo-Dinner-Moment war, haben mir die übertrieben scharfen Entrée-Pickles meine Geschmacksknospen so taub gemacht, dass ich dann recht wenig aufnehmen konnte vom eigentlichen Gericht. Was mir ganz vorzüglich gemundet hat, war der Flat Gold von den Chai Guys, ein Filterkaffee mit Safran-Milch *Schnappatmung*. Nachdem ich jetzt keine ICOM-Karte mehr besitze und Ausstellungen teuer sind, musste ich mich auf wenige ausgewählte festlegen. Der Besuch im Sir John Soane’s Museum hat mich nichts gekostet und war aber wohl eines der beeindruckendsten Kultur-Erlebnisse des Jahres. Das eigentümliche Sammelsurium, das einen dort erwartet, entzieht sich meinen Beschreibungskünsten, ich beschränke mich also darauf zu erzählen, dass ich mich im Keller eine halbe Stunde mit Tränen in den Augen nicht vom Anblick des Sarkophags von Seti I. lösen konnte. In den Supermärkten hab ich gestaunt, wie viel tolle Auswahl an pflanzlichen Produkten sich dort finden (etwa Alt-Käse mit charmanten Namen wie Shamembert) und es ganze Kühlregale voller Kombucha und Kefir gibt. Hätt ich auch gerne hierzulande (womit ich übrigens nicht die exzellente, unerreichte Lebensqualität, die wir in Österreich genießen, in Frage stelle). Ich könnte diesen Reisebericht noch sehr lange weitererzählen, will die Aufmerksamkeit meines Lesepublikums aber nicht überstrapazieren.
🍷 Fast unmittelbar nach meiner Rückkehr gabs die Premiere einer Verkostungsrunde gemeinsam mit Kein & Low, bei der Lucas und ich fünf Pairings aus alkoholfreien Getränken und Schokoladen vorgestellt haben. Es war ein sehr spannender Abend und unsere Auswahl hat großen Spaß gemacht. Das bestgelungenste Duo war Zotters Weiße Labooko mit der süffig-samtigen Hirschbirne vom Obsthof Retter.
Ich entschuldige mich an dieser Stelle dafür, dass ich die Verkostung nicht angekündigt habe, aber das war innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft, sodass wir gar keine Werbung dafür machen konnten. Wir arbeiten an einem Folgetermin und bei Interesse gerne Bescheid geben, dann notiere ich euch vor 🤞
🎶 Mitte November haben Grandbrothers im Wiener Konzerthaus gespielt. Sie waren pünktlich auf der Bühne, haben eine fulminante Show dargeboten, und um 21:10 Uhr wars vorbei und ich fand das ganz wunderbar. Musikalisch gebe ich außerdem zu, dass ich im zarten Alter von 34 Jahren auf die Großartigkeit von The Smiths draufgekommen bin, und fände es gut, wenn mich dafür niemand belächeln würde 🫣
🎟️ Filmisch wars in den letzten Wochen dünn besiedelt und das wenige, das ich gesehen habe war so jo eh… Den Aufruhr um Eddington fand ich unberechtigt, es war zu wenig Pedro Pascal und versucht meines Erachtens nach zu viel, dehnt sich unnötig lange aus und nervt irgendwie halt. Im Triptychon von Bugonia / One Battle After Another / Eddington, die alle recht ähnliche Themen behandeln stinkt Eddington ziemlich ab gegenüber den anderen beiden sehr starken Filmen. Frankenstein war vor allem ein Gruseln über die Schlechtheit des Films und After the Hunt hat tatsächlich nichts zu bieten außer einer Grandesse-Besetzung und 1A-Soundtrack. Dafür hat mich A House of Dynamite (auch nur direkt auf Netflix erschienen) mit angehaltenem Atem und tagelangem Träumen zurückgelassen. Übrigens notiere ich akribisch mein Gesehenes auf Letterboxd.
Ich wünsche euch einen schönen (ersten Advent-)Sonntag und lasst bitte eure Kerzen nicht unbeaufsichtigt,
Carina 👋