Novemberzeilen mit Tafelpost "Kakaonetzwerke"
Liebe Freund:innen der guten Schokolade,
ich darf am Sonntag eine frohe Botschaft übermitteln: in wenigen Tagen ist es soweit und die neue Tafelpost ist da. Außerdem warten viele fantastische Schokoladentafeln im Sortiment entdeckt zu werden.
Die Tafelpost Kakaonetzwerke stellt ein Naturtalent von Kakao dar: das Netzwerken. Denn für eine Tafel der guten Schokolade ist die Zusammenarbeit von sehr vielen Menschen erforderlich. Diese Farmer:innen, Kakaobohnenhändler:innen und Schokoladenmacher:innen sind zumeist sehr weit voneinander entfernt. Ihre Gemeinsamkeit ist die Kakaobohne, die eine engagierte Community quer über den Globus verteilt um sich schart. Diese weltumspannende Zusammenarbeit wird anhand der enthaltenen Schokoladentafeln portraitiert.
Die Sendung umfasst vier ausgewählte Single-Origin Tafeln, eine Lektüre zum Thema, Hersteller:innen und Ursprüngen, sowie die Gebrauchsanweisung für einen freudvollen Umgang mit Schokolade fürs Verkosten und Genießen zuhause.
Vorbestellungen sind über den Onlineshop sowie unter hello@tafelkuratorin.net möglich.
Versandtermin ist der 15. November.
Die Tafelpost ist übrigens nicht aufbauend, daher kann jederzeit eine Einzelausgabe oder quereingestiegen werden.
Im Standardsortiment warten viele Schokoladentafeln auf neugierige Koster:innen. Schaut vorbei! Einige Highlights:
🌺 Die nicht vergleichbaren Aromen von hawaiianischem Kakao in Mānoa Kahalu’u
🍒 Chococard Sauerkirsche-Tonka schart eine Fangemeinde um sich
🇭🇺 Der vielschichte Chuao-Kakao in seiner Bestform bei Rózsavölgyi Csokoládé
🇻🇳 Marou Lam Dong überrascht bei jeder Verkostung
(Dauerabonennent:innen können gerne Bescheid geben, wenn sie etwas davon zur nächsten Auslieferung dazu gepackt haben möchten)
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Die Planung der Tafelrunden hat sich etwas verzögert, hier sind sie nun aber:
In sieben Tafeln um die Welt — 14.12.2025 um 14:00 Uhr (Wien)
Käse trifft Schokolade — 23.01.2026 um 17:00 Uhr (Wien)
Die weibliche Schöpfung — 05.02.2026 um 18:00 Uhr (Wien)
Für eine Anmeldung einfach ein Mail an hello@tafelkuratorin.net
(Wer eine eigene Tafelrunde ausrichten möchte — im Freund:innenkreis oder im Unternehmensteam — kann sich herzlich gerne bei mir melden und wir vereinbaren gemeinsam Thema und Termin.)
Und sonst?
📚 Im Sizilien-Urlaub bin ich zwei Tage im Buch All Fours von Miranda July verloren gegangen, auf die beste Weise. Das war so eine wilde, vergnügliche Geschichte! Der Oktober war ein gutes Monat in der Kochbuch-Welt! Ein von mir sehr verehrtes Lokal in London — Bubala — hat seine deliziösen Gerichte in einem Druckwerk fürs Zuhause-Nachmachen herausgebracht. Ich bin schon fleißig und appetitlich beim Nachkochen. Die superen Bold Beans haben ebenfalls ein Kochbuch rausgebracht, und meine Wenigkeit freut sich über kreative Hülsenfrüchte-Rezepte mit — Achtung Reizwort — Proteinen. Und mein dritter Neuzugang ist Linger von Hetty McKinnon, die Salate als mehr versteht als grüne Blätter mit Dressing, und die es vermag, Gemüse und Getreide zauberhaft zu kombinieren.
In Kochbüchern suche ich nach Inspiration und setze das dann nach meinen Fähigkeiten und Zutaten um. Außer bei Kuchen habe ich glaube ich noch nie nach Rezept gekocht. Außerdem sehe ich sie als Unterstützung von Personen, die mich begeistern und die uns oft einen guten Teil ihrer Arbeit kostenlos auf sozialen Medien zur Verfügung stellen.
🍴 Wir bleiben beim Thema Essen. 🥛 Ich bin Dank Katharina Seiser jetzt eine Kefir-Mutter, und das macht mir große Freude! Kefir-Knollen gibts, wer sich selber dran versuchen will, bei willhaben oder Fairment zu bestellen, in Wien auch bei Augora abzuholen ☕️🌰 Dass es Mocha bisher nicht auf die Karten von speciality coffeeshops hierzulande geschafft haben bezeichne ich als großes Manko. Mocha ist im wesentlichen ein Kaffee-Schokoladen-Hybrid — toll, oder? Eine auf ein weiteres Niveau gehobene Interpretation davon hat Buddy Buddy, die ihre Mocha mit Nussbutter ergänzen. Ich hab dort einen Hazelnut Butter Mocha geschlürft und mich verliebt. Kann man übrigens gut zuhause nachmachen, man nehme halt bitte die gute Qualität von Kaffee, Schokolade und Nussbutter 🧁 Von Red Currant Bakery hab ich ein Mamorkuchen-Rezept nachgemacht, und teile es hier aufgrund des Einfachheit-tolles Ergebnis-Verhältnis 🥡 Und jetzt moniere ich noch über ein weiteres nationales Kulinarik-Manko: bei Knees to Chin (ebenfalls Brüssel) hab ich mir ein schnelles Abendessen in Form von Sommerrollen geholt, und war einerseits begeistert über meine Tofu/Grüner Apfel/Daikon/Yuzu-Mayo/Furikake-Köstlichkeit, und stelle mir seither die Frage, warum denn das Konzept von Sommerrollen als Mitnehm-Essen für Büro etc. nicht etabliert ist? Ich finde wir haben mehr als genug BOWLS…
🤓 Wie ja einige wissen durfte ich mich im brötlichen Tagesjob weiterentwickeln und kümmere mich nun um die Unterstützung von Ernährungsinnovationen (ur super!). Eine Dienstreise hat mich zur Next Bite-Konferenz von EIT Food nach Brüssel geführt (bekopfhörtes Bild in der Mitte) und ich hab an zwei sehr intensiven Tagen eine Fülle an Informationen zu Themen wie alternativen Proteinen, novel foods, Kreislaufwirtschaft, Agritech und und und aufgeschnappt 🍄🟫 Und ein paar Tage zuvor war ich beim ersten Tag der Pilzwirtschaft, wo es um die potentiellen Lösungen für so viele unserer Probleme durch die Superintelligenz und -resilienz von Pilzen ging. Ich bin jetzt eine Proponentin von natürlicher (Pilz-)Intelligenz — aus dem Weg KI!
🎞️ Und zuletzt wie immer das Filmsegment: für Bugonia war ich nicht in der richtigen Verfassung, ich fand die Gewaltszenen unnötig grauslig (da war eine Folterszene mit einem so fürchterlichen Geschrei, das es bis auf die Knochen reinfuhr), die Dialoge und die dem Film unterliegende Gesellschaftskritik aber toll! Werd ich wohl nochmal in weniger reizüberfluteter Grundverfassung rein. Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst hätte mir gerne besser gefallen, da waren mir leider zu viele Klischees. One Battle After Another hat berechtigt sehr viel positive Resonanz, enorme Empfehlung für ein dreistündiges Spektakel! Downton Abbey: The Grand Finale (hoffentlich nicht, ich bin Ultra der ersten Stunde) war genau das, was man sich erhofft, eine Flucht in eine Bilderbuch-Welt von adeligem Reich und Schön. Bei Mirrors No. 3 bin ich erzürnt beim Abspann rausgegangen und hab nicht einmal das Gespräch mit dem Regisseur abgewartet…, weil das so eine idiotische Anhäufung aus Deutscher Film-Bullsh*tbingo und schlechtem Schauspiel war. Ausgeborgt hab ich mir Sinners, aufgrund der Schwärmerei von Pia Reiser, und der war wundervoll!
Bis zum nächsten Mal in ein paar Wochen,
Carina 👋